Das Blaue vom Himmel

Eine liebvoll-schräge Komödie über das Dazugehören für Kinder ab 8 Jahre
Nur wer die Kunst lernt loszulassen, kann auch ankommen. Marjam muss nach Bayern umziehen und ihr Zuhause und ihren besten Freund Hassam zurücklassen. Ihre neue Heimat lehnt sie ab. denn sie glaubt, dass sie dann ihre Herkunft vergisst. doch mithilfe ihrer neuen Freunde begreift sie, dass man Wurzeln und Flügel zugleich haben kann.

1982 kehrt MARJAM (10) mit ihrer Familie aus Amman zurück nach Deutschland. Sie kennt nur das Leben im Nahen Osten, aber durch die Arbeit ihres VATERS (36), einem Tierarzt, landet sie in einem bayerischen Dorf am Fuß der Alpen. Plötzlich muss sie sich in einer fremden Kultur zurechtfinden. Marjam vermisst ihren besten Freund HASSAM (10), mit dem sie durch Audiokassetten in Kontakt bleibt, bis ihr Rekorder kaputt geht. Noch dazu gibt es ein überengagiertes bayrisches „Empfangskomitee“: XAVER (10) und ZAINAB (11). Beharrlich trotzt sie deren Versuchen der Freundschaftsanbahnung. Stattdessen tut sie alles dafür, dass ihre Familie nach Amman zurück will. Doch das geplante Familienpicknick inklusive aufgebrachter Kuh-Herde, die eine Tanzeinlage liefert, fällt ins Wasser. Ihre unabhängige MUTTER (34) ist nach einer – von Marjam inszenierten – Begegnung mit den örtlichen Hausfrauen extrem gefrustet. Marjams letzte Aktion geht komplett schief und Familienschaf PETER (2) wird zum Kollateralschaden. 

Nach diesem tragischen Vorfall machen ihre Eltern Marjam klar, dass Bayern ihr neues zu Hause ist. Es gibt kein Zurück. Als Wiedergutmachung für ihre misslichen Aktionen wird sie zum Einsatz als Stallgehilfin verdonnert. Marjams Mutter versucht, sie für Bayern zu begeistern, schießt aber übers Ziel hinaus. Als Marjam sich im Dirndl samt Flechtfrisur sieht, ist sie sich selbst fremd. 

Verloren und untröstlich plant sie, allein zurück nach Amman zu fliegen. Doch dann bekommt sie Hilfe von Xaver und Zainab. Marjam erkennt, dass sie bereits neue Freunde gefunden hat und, dass sie auf Hassams Freundschaft nicht verzichten muss.

Christine Harrasser
  • Von Christine Harrasser
  • Jahrgang 2018

Zurück zur Übersicht