Mittwochtage

Ein Mutmachfilm mit schrägen Charakteren, für Kinder ab 8 Jahre
Was heißt denn schon normal! Jede Menge Liebe und einmal die Woche einen Geburtstagskuchen bekommt die sanftmütige Sara von ihrer fröhlichen, geistig behinderten Tante Hulda. Als die beiden getrennt werden sollen, lernt Sara, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist.

Jeden Mittwoch verbringt die friedfertige SARA (11) bei ihrer geliebten Tante HULDA. Tante Hulda hat ein geistiges Handicap, lebt in einer entspannten, betreuten Wohngruppe, sagt, was sie denkt, tut, was sie will und liebt Sara so, wie sie ist.

Den Rest der Woche erfüllt Sara lustlos die Erwartungen ihrer Mutter LIANE. Huldas disziplinierte Schwester hat Saras Freizeit mit Ballett, Geigen- und Chinesisch-Unterricht fest im Griff. Sara fügt sich – sie hasst Auseinandersetzungen.

Nichts ist Sara wichtiger als Harmonie. Wenn Hulda beim Zahnarzt das Wartezimmer aufmischt, spontan ihre Ersparnisse verpulvert oder Lianes Party durch eine offenherzige Rede sprengt, gerät die perfektionistische Liane regelmäßig in Rage – und Sara müht sich, ihre Mutter zu beruhigen.
Saras diplomatische Versuche versagen endgültig, als ihre Mutter beschließt, endlich Ordnung und Struktur in Huldas Leben zu bringen. Liane streicht die Mittwochtage und sucht Hulda ein pädagogisch anspruchsvolles Zuhause, weit fort von Sara.

Sara ist verzweifelt. Sie erkennt, dass sie sich den Wunschvorstellungen ihrer Mutter nicht länger anpassen kann und offensiv handeln muss, um zu zeigen, was sie will und was nicht. Gemeinsam reißen sie und die Tante aus, finden Unterstützer und lassen Liane begreifen, dass Normalität auch heißen kann, anders zu sein.

Mittwochtage basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage von Sylvia Heinlein, 2011 im Gerstenberg Verlag erschienen.

Sylvia Heinlein
  • Von Sylvia Heinlein
  • Jahrgang 2012
  • (Gewinnerin MDM-Förderpreis 2012)

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