Finn und der Weg zum Himmel

Eine Komödie über das Leben und Sterben und die Frage, ob drei gute Taten reichen, um Gott umzustimmen. Für Kinder ab 4 Jahre.
Der aufmüpfige Finn möchte zu seinem Vater in den Himmel, bezweifelt aber sehr, dort nach all dem Unfug überhaupt aufgenommen zu werden.

Ein kleines, katholisches Dorf in Süddeutschland. Der sonst so freche und
energiegeladene FINN (9) trauert um seinen Vater, der an einer seltenen Krebsart gestorben ist. Auf der Beerdigung belauscht er ein Gespräch zwischen zwei alten Schulfreunden seines Vaters, in dem es um die Symptome der Krebserkrankung geht. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Juckreiz, Schwitzen, Schmerzen. Finn diagnostiziert diese Symptome allesamt bei sich selbst und ist von da an felsenfest davon überzeugt, dass auch er bald sterben wird.

Er findet sich aber schnell mit seinem vermeintlichen Schicksal ab und sieht es eher als Chance, seinem Vater wieder nahe zu sein und zu ihm in den Himmel zu kommen. Finns bester Freund LUDWIG (8) weist ihn jedoch darauf hin, dass es nach all den Streichen und Frechheiten der vergangenen
Jahre gar nicht so sicher ist, ob das mit dem Himmel überhaupt klappen
wird.

Finn fragt vorsichtshalber den Dorfpfarrer um Rat. Der gibt ihm anfänglich jedoch nur abstrakte und wenig hilfreiche Antworten, also nagelt Finn ihn auf eine konkrete Aussage fest: Drei gute Taten und das mit dem Himmel geht klar.

Während Finn diese drei guten Taten zu vollbringen versucht, erlebt er einen regelrechten Energieschub. Die Lethargie der vergangenen Wochen ist wie weggeblasen. Seine wichtigste Tat ist, die 11-jährige HANNAH aus der Gewalt ihres prügelnden Vaters zu befreien und sie hinter dem Rücken seiner Mutter im alten Gartenhaus einzuquartieren. Die beiden werden dicke Freunde, was Finn sehr dabei hilft, langsam den Verlust seines Vaters zu überwinden und ins Leben zurück zu finden. Am Ende könnte er sich sogar vorstellen, irgendwann einmal einen neuen Mann an der Seite seiner Mutter zu akzeptieren.

Steffen Weinert
  • Von Steffen Weinert
  • Jahrgang 2010
  • (realisiert)

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