Serienkonzept ERNA RÄUMT AUF von Viola Lippmann erhält MDM Förderpreis 2016

Am 9. Juni wurden die Preisträger des Akademiejahrgangs 15/16 feierlich in Erfurt gekürt. Alle Stipendiaten haben ihre Ideen zum finalen Abschluss gebracht und im Rahmen des 24. Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ im Erfurter CineStar erstmals vor einem Fachpublikum bestehend aus 230 Produzenten, Verlegern, Redakteuren und Publishern präsentiert.

Ein herausragendes Projekt wird traditionell mit dem Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Höhe von 15.000 Euro ausgezeichnet. Preisträgerin ist Viola Lippmann mit ihrem Serienkonzept ERNA RÄUMT AUF. Es handelt vom erfinderischen Forschungsschiff Erna, das zusammen mit der Gummiente Quietscher, der Plastiktüte Susi Unsichtbar und Kolo, einem riesigen Müllberg, viele gemeinsame Abenteuer auf dem Meer erlebt. In der Jurybegründung heißt es: „Wie schön wäre es, wenn endlich mal jemand anfinge die Welt zu retten. In dieser Geschichte passiert es, nur weil die Hauptfigur und ihre Freunde das für eine gute Idee halten und obendrein auch noch Spaß dabei haben. Was einfach klingt, erfordert jede Menge Einfälle und Fantasie, und davon gibt es hier reichlich. Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit großer Zuneigung zu jeder einzelnen Figur, wird eine Welt erzählt, in der es um das Erkunden, Entdecken und Anpacken geht. Und vor allem darum, dass man nur anfangen muss…“. Viola Lippmann ist freie Illustratorin und Designerin. Sie lebt und arbeitet in Dresden.

Baumhaus/Boje-Medienpreis an Spielfilmprojekt MADISON von Kim Strobl

Im gleichen Rahmen wurde zusätzlich zum vierten Mal der mit 2.500 Euro dotierte Baumhaus/Boje-Medienpreis verliehen. Überzeugt hatte die Jury das Projekt MADISON, das Kim Strobl in der Gruppe Film entwickelte. Es geht um die Radrennfahrerin Madison, die einen Sommer lang sich und ihr Leben auf eine harte Probe stellt. In der Jurybegründung heißt es: „Was die Autorin aus dieser Entwicklungsgeschichte herausholt, beeindruckt in seiner Konsequenz: Wie sich dieses auf Radrennsiege fixierte 14-jährige Mädchen selbst im Weg ist, wie ihre Maxime, dass man sich nie auf andere verlassen darf, alle Freundschaften zuschanden macht, wie sie verbissen nur sich selbst im Blick hat, ist ein Abbild der gegenwärtigen Ellbogen- und Leistungsgesellschaft – das ist pointiert und durch das Verwenden regionaler Sprache authentisch gezeichnet und über diesen Mikrokosmos hinaus ein Stück Sozialkritik. Dabei treibt Strobl mit vielen Konflikten die Handlung voran und kontrastiert die Energie, die die Hauptfigur für ihr Training aufwendet, mit den Bemühungen ihrer Umwelt, sie aus der selbstgewählten Isolation herauszuholen (…) bis hin zur Erkenntnis: Dass Sport auch Spaß machen kann und Freundschaften viel wichtiger sind – eine Botschaft, die in unserer Zeit mehr denn je Gehör finden sollte.“ Kim Strobl ist Regisseurin und Autorin und lebt in Innsbruck (Österreich).