Die Geschichte der Akademie

Die Initiative Sommerakademie

Ihren Beginn nahm die heutige Akademie für Kindermedien im Sommer 2000. Der Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. - auch heute noch Träger der Veranstaltung - initiierte eine Sommerakademie zur Förderung von Drehbuchautoren im Kinderlangfilmbereich. Austragungsort war die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Autoren sollten mit der Sommerakademie zum Schreiben von Kinderlangfilmstoffen motiviert werden und zugleich das dafür nötige Handwerkszeug praxisnah und marktorientiert vermittelt bekommen. Schon die erste Akademie basierte daher auf den drei Grundpfeilern, die unverändert das Konzept der Veranstaltung prägen.

  1. Kleingruppenarbeit mit erfahrenen Dramaturgen anhand realer Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  2. Übergreifendes Rahmen- und Infoprogramm mit Werkstattgesprächen, Gastdozenten und Praxisübungen
  3. Abschließende öffentliche Präsentation der ausgearbeiteten Projekte vor Vertretern von Produktionsfirmen,Filmförderungen, Fernsehanstalten

Erweiterung zur Sommer- und Winterakademie

Mit Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung und der Deutschen Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ wurde das Konzept der Akademie bereits Ende 2000 um eine zusätzliche Winterakademie erweitert, die nun einen längeren Zeitraum umfasste, in dem die Autoren teils zu Hause und teils vor Ort ihren Stoff entwickeln konnten. Ziel war nun, die Spielfilmstoffe bis zu einer ersten Drehbuchfassung auszuarbeiten.

In drei Jahren und insgesamt sechs Sommer- und Winterakademien entstanden so 51 Filmkonzepte. 14 davon wurden optioniert, sieben erhielten eine weitere Drehbuchförderung durch andere Fördereinrichtungen. Drei Autoren unterzeichneten Verträge zur Umsetzung ihrer Filme, der bekannteste davon ist Wer küsst schon einen Leguan von Michael Demuth, der im Jahr 2003 fertiggestellt wurde und beim Kinderfestival Schlingel den Europäischen Filmpreis sowie den Publikumspreis im Bereich Kinderfilm gewann und auch beim Kinderfilmfestival Goldener Spatz prämiert wurde.

Im Jahr 2004 entschied sich die Studienleitung, das Konzept der Winterakademie weiterzuentwickeln und zukünftig nur noch eine Akademie pro Jahr zu veranstalten. Die Förderer der Sommerakademie - FFA und BKM - erklärten sich einverstanden, ihre bisherige Unterstützung gemeinsam mit der MDM fortzusetzen. Im ersten Jahr der neuen Winterakademie bewarben sich 78 Autoren um die Teilnahme, so viele wie bislang noch nie.

Die neue Medienakademie

Nach zwei weiteren erfolgreichen Akademien markierte das Jahr 2006 den bislang größten Wandel. In Anbetracht einer sich verändernden Medienlandschaft, in der die Vernetzung zwischen den Medien Kino, Fernsehen und Computer immer enger wird, nahm die Akademie zwei zusätzliche Bereiche in ihre Arbeit auf.

Es entstanden die Gruppen TV-Serie und Interaktive Medien, die gleichberechtigt neben nunmehr nur noch einer Gruppe mit Spielfilmstoffen standen. Konvergenzbestrebungen und die größtmögliche Vernetzung zwischen diesen drei Bereichen sollte zum Markenzeichen einer gewachsenen und am Markt orientierten Einrichtung werden. Mit dieser Veränderung ging auch die Umbenennung der Winterakademie in Akademie für Kindermedien einher.

Animationsserie und crossmediale Inhalte

Auch nach der Weiterentwicklung zur „Akademie für Kindermedien“ bleibt die Ausrichtung an der aktuellen Mediensituation und den Bedürfnissen des Marktes ein wichtiges Gestaltungskriterium.

2009, drei Jahre nach der ersten Akademie für Kindermedien, wurde eine neue Gruppe ins Leben gerufen, die sich der Animationsserie für Kinder und Jugendliche widmet. Gleichzeitig wurde die Gruppe Interaktive Medien umbenannt in Interaktive & Crossmediale Inhalte, und damit ganz explizit für Projekte geöffnet, die sich nicht auf eine Plattform oder ein Medium beschränken.

Bei allen Veränderungen steht aber weiterhin eines unverändert im Mittelpunkt der Akademie:  Ein nicht-kommerzielles Angebot zu schaffen, das die Qualität von Kindermedien und die Arbeitssituation von Kindermedienschaffenden in Deutschland verbessert.

 

Weitere Veränderungen folgten: Die derzeitigen Arbeitsbereiche umfassen

Inspirierende Begegnungen mit Kollegen und Experten in einer sowohl konzentrierten als auch angenehmen Atmosphäre. Erfinder von spannenden Geschichten sind eben auch selbst unterhaltsam.

Teilnehmerin 2007